Im nördlichen Rand der Stadt Hechingen liegt mitten im Grünen das Kloster St. Luzen in seiner farbenprächtigen Renaissancekirche.
Seit etwa dem 14. Jahrhundert stand an dieser Stelle die alte Pfarrkirche von Hechingen. Als dieses Kirchlein nach Verlegung der Pfarrstelle zur St. Jakobuskirche (Oberstadt) immer mehr an Bedeutung verlor und verfiel, ließ der Zollergraf Eitel Friedrich IV. es in den Jahren 1586 – 1589 völlig neu gestalten – dies war die Geburtsstunde der St. Luzenkirche. Um den katholischen Glauben in seinem Herrschaftsgebiet gegen das benachbarte protestantische Württemberg zu stärken, ließ er mit der Kirche verbunden ein Kloster errichten, das nach seiner Fertigstellung 1589 dreißig Franziskanermönche beherbergte.Über zwei Jahrhunderte waren Kloster und Kirche in der Hand der Franziskaner. St. Luzen war in dieser Zeit ein bedeutender religiöser Mittelpunkt nicht nur für Hechingen, sondern auch für die Bewohner der näheren Umgebung.Durch den Reichsdeputationshauptschluss vom Jahre 1803 wurde die Klostergemeinschaft aufgehoben und ihr gesamter Besitz dem Fürsten von Hohenzollern-Hechingen übergeben.1970 übernahm die katholische Pfarrgemeinde Hechingen das baufällig gewordene Gottes-haus von der Fürstlichen Verwaltung und unterzog es einer sorgfältigen Restaurierung. Sieben Jahre später erhielt sie als "Schenkung" von Stuttgarter Hofbräu das in seiner baulichen Substanz total verkommene Kloster. Es bedurfte weitere Jahre der Planung und des Umbaus bis aus dem alten Klostergemäuer ein Bildungshaus wurde, das am 15. Februar 1987 seiner Bestimmung übergeben wurde.
Hechingen von St. Luzen aus.
(Aqurell von P.F. Peters, 1855 aus: "St. Luzen in Hechingen")